aus: Lyrik vom Lande -Wünsche IV-

Die rote Blume der Romantik

Wünsche IV

Als Wünschen noch geholfen hat
da wurden viele Wünsche wahr,
wie einst im Grimmschen Märchen.

Bescheidenheit hin oder her
Jeder wünscht sich anderes
Der Bub statt der Puppe die Feuerwehr
Das Mädchen statt Auto ein Tutu als Dress

Die Eltern wünschen sich gute Noten,
nicht zum Singen sondern zum Ausloten
der Klugheit Ihrer Kinder
der Autofahrer weniger Stau, nicht minder,

Sie alle und die ich vergessen hab,
wünschen sich mindestens Frieden auf dieser Welt
und ne Stange Geld
um sich alles zu kaufen, was sie wollen,
um niemals mehr Wünsche zu haben.

Jedoch: vielleicht noch ein Grab,
so groß wie’s Tadsch Mahal
wo Millionen Personen sie sehen und sie niemals vergessen sollen.

Doch einen bescheidenen Wunsch ich noch vergaß:
Uwe, der Bergmann unter Tage
im Stollen auf Sohle Sechs
Ein frommer Wunsch ganz ohne Frage
wünscht ewiges Sonnenlicht sich,
Hex Hex!

Januar 2020

Viele  Zeilen wünscht ich mir, die mir noch einfielen, nicht im Schlafe oder auf der Gasse, sondern hier und jetzt, bei einer Tasse Tee, gerne auch Kaffee!

Aus dem unveröffentlichten Band: „Lyrik vom Lande“
© Copyright beim Autor Horst H. Kibbel, Schöneck/Hess.