aus: Lyrik vom Lande -Wünsche I-

Die rote Blume der Romantik

Wünsche I

Erst im Dezember bemerken wir:
Es ist nicht mehr weit,
nun kommt die frohe Weihnachtszeit
und viele, viele Wünsche hier.

Als Wünschen noch geholfen hat,
da wurden viele Wünsche wahr,
oft nur im Grimmschen Märchen.
Da wünschten viele sich, man werde satt.

Nicht Trommel, Puppe, Teddybär
nicht Äpfel und Nüsse und noch mehr
waren die Wünsche seiner Zeit.
Man wünschte sich, es wär soweit,
man könnte sich und seinen Lieben
das richtige Leben geben,
eben, wie im Grimmschen Märchen gar.

So ging man treu zur Kirche hin ,
Dankt Gott auf beiden Knien
zündete ein Kerzlein an
ließ alle Wünsche fahren
dacht an Herrn Jesu Christ, was er getan
in all den spätren Jahren.

Manch einer dachte voller Wut:
„Die Bibel spricht : So ist es gut !
Doch das kann und darf nicht sein!
Kann mich der Herr nicht leiden?
War mein Wunsch nach Lohn und Brot
denn unbescheiden ?”

Heute kennen wir die Konsequenz .
Wer hungert , hat nichts zu verlieren.
Vielleicht das Leben,
doch ist’s nichts wert,
das wissen Soldat wie Bauersmann,
wenn man sich nicht ernähren kann.

Mord und Totschlag gibt es immer noch
obwohl eine lange Zeit vergangen.
Da fragt man sich doch,
ob der Wunsch nach Frieden in dieser Welt
um den so viele bangen,
in diese Zeit passt.

Mehr denn je, so könnt man sagen,
denn als Wünschen noch geholfen hat,
da wurden viele Wünsche wahr,
wenn auch nur im Grimmschen Märchen.

Januar 2020

Viele  Zeilen wünscht ich mir, die mir noch einfielen, nicht im Schlafe oder auf der Gasse, sondern hier und jetzt, bei einer Tasse Tee, gerne auch Kaffee!

Aus dem unveröffentlichten Band: „Lyrik vom Lande“
© Copyright beim Autor Horst H. Kibbel, Schöneck/Hess.